Familiengottesdienst

Unsere Kirche ist vorbereitet, die Familien können kommen, wenn wir Sonntag die „Schulkinder“ aus dem Kindergarten verabschieden.
Heute besuchen die Kinder den Wald und die Tiere, die dort ihren Lebensraum haben. Freude an Gottes Schöpfung. Staunen über die Vielfalt. Lernen, wie die Tiere und Pflanzen dort leben.
Und dann überlegen, was kann ich davon übertragen auf die Entdeckungen im neuen Lebensraum Schule, der auf die Kinder nach den Sommerferien waretet.

Gott, mit seiner Freude an der Vielfalt und ihr Segen gehen mit.

Die Zusammenarbeit mit dem Kindergartenteam unserer Gemeinde ist ein wunderbarer Teil meines Berufes als Pfarrer. Immer wieder die Perspektive der Kinder einnehmen, als Team Ideen entwickeln und umsetzen, Bewegungslieder und Gebete mit Bewegungen, Bibel und Glaube zum Anfassen – und dann wirklich zusammen feiern. Ich mag das sehr.

Neues Titelbild

Es war Zeit für ein eigenes Titelbild. WordPress nennt es Header. Im Admin-Bereich Menü Design – Header kann ich es einfach hinzufügen.

Das Bild ist auf der Insel JUIST entstanden während einer Fortbildung. Mit meinem Smartphone als Panoramabild aufgenommen, gibt es diesen besonderen Eindruck am Strand als Foto wieder. Das Bild ist 2000 Pixel breit.

Die Weite von Himmel und Meer, aber auch der Streifen Strand als festen Boden unter den Füßen. Und dann der Wind, der meinen Kopf freipustet. Für mich ist das immer wieder ein inspirierender Ort. Und ich verstehe nicht nur – ich spüre die Bedeutung des Satzes aus dem Schöpfungsbericht: „Da machte Gott eine Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
[Die Bibel: 1 Mose 1 Vers 7]
Die Himmelsfeste, das Firmament, hebräisch die Rakija: Ein Raum unter dem Leben möglich ist, fester Standpunkt, Luft zum Atmen, Weite … Halleluja

Kirchentag: Erfahrungen an der Wunderbar

Drei Tage Powereinsatz in der mobilen Wunderbar am lippischen Rastplatz beim Kirchentag in Dortmund. Wir sind 11 Teamer*innen vom Credoweg. Und die erste Herausforderung ist es natürlich, drei Sorten Kaffee, drei Kaltgetränke und viele Tees logistisch zu händeln und lecker zuzubereiten.

Kaffee wunderbar, wird zum Beispiel individuell Portion für Portion gemahlen, aufgebrüht und auf Wunsch auch mit Schafsmilch serviert. Währendessen ist Zeit für ein Gespräch über unser Zeitgefühl, das Genießen und faire Produkte.
Psalm 23 dagegen wird kalt eingeschenkt. Nicht als Schafsmilch, sondern weil unser Hirte uns zum frischen Wasser führt. „Haben Sie das auch schon mal in diesem Jahr eine Erfrischung erlebt, für die Sie Gott danken konnten?“
Solche Verknüpfungen von Getränken und Theologie machen die Wunderbar aus. Fünf kleine Erlebnisstationen aus dem Credoweg laden zusätzlich zum Gespräch über Gott und den Glauben ein.
Die Gespräche können sehr persönlich werden und schon mal eine Stunde dauern oder eben einen kurzen Akzent setzen und eine Begegnung stiften, die mit einem Lächeln oder Segenswort endet.

Am Ende des Kirchentages sind wir müde, aber auch stolz und dankbar. Für das Teamerlebnis: Wir haben gut zusammengearbeitet, uns ergänzt und nie das Lachen verloren. Für die Begegnungen mit den Kirchentagsteilnehmer*innen an der Wunderbar, die uns inspiriert haben. Für den Zusammenhalt und das Gelingen unseres gemeinsamen Projektes: Einen lippischen Rastplatz mitten in Dortmund, als Treffpunkt für Christ*innen aus ganz Deutschland.

Die Wunderbar auf dem Kirchentag

Heute beginnt der evangelische Kirchentag in Dortmund. Drei Tage Bibelarbeiten und Diskussion, Kultur und Festival … und auch ein Rastplatz gestaltet von der Lippischen Landeskirche mitten in der Dortmunder Innenstadt.

Ein Team vom Credoweg ist mit der Wunderbar dabei mit Coffee to talk, Tee-ologie, kalten Getränken und kleinen Erlebnisstationen. Auch eine Aufgabe als Pfarrer und besonders schön im Team. Wir freuen uns auf viele schöne Begegnungen.

Ich mag Cappuccino

und das hat viele Gründe. Zu allererst der Geschmack. Stark soll er sein, aber nicht bitter. Dann mag ich die Pause, die er mit sich bringt. Einen Moment innehalten und genießen. Mmmmh. Und dann mag ich die Kunst der Zubereitung, gutes Handwerk mit ausgesuchten Bohnen, frisch zubereitet und das Extra: die Latte Art. Perfekt.

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Spielen erlaubt?

Das gelbe Achtung-Schild tut mir gut: Spielen nicht nur erlaubt oder geduldet, sondern erwünscht. Ich wünsche mir mehr Menschen mit dieser Einstellung und Orte mit dieser Regel. Das vierte der 10 Gebote aus der Bibel erinnert mich auch daran, dass Leben mehr ist als Arbeit. „Sechs Tage darfst du arbeiten, aber am siebenten Tag aufhören.“ [Die Bibel: 2 Mose 20 ] Mindestens einmal die Woche sollst du und alle frei haben.

Dann geh ich an Orte und zu Menschen mit denen ich das Leben feiern kann: Mit einem Gottesdienst, mit Muße und mit Zeit zum Spielen. Hallelujah.

Regeln

Lesen Sie Regeln? Also in „besonderen Situationen“ lese ich nicht, da reagiere ich intuitiv. Aber vielleicht vorher? Das bringt auch nichts. Denn in der „besonderen Situation“ denke ich ja wieder nicht nach, sondern reagiere immer noch spontan. Wozu bitte dann dies Schild?

Ich hab es in einer Straßenbahn in Hannover gesehen. Entspannt und mit Zeit blieb mein Blick daran hängen und ich habe geschmunzelt. Sind das echt die elementaren, die wichtigsten, die entscheidenden Regeln, um in „besonderen Situationen“ richtig zu reagieren?

Also wenn ich darüber nachdenke, fallen mir auch die 10 Gebote ein. [Die Bibel: 2 Mose 20 ] Man kann auch über diese Regeln schmunzeln und nachfragen, wie bedeutsam sie sind. Genau dazu sind sie da und die Diskussion könnte spannend werden. Die Gebote sind keine Notlösungen in Krisensituationen, sondern Grundlagen für das Zusammenleben. Sie wollen verstanden und in unser Alltagsleben übersetzt werden. Die Auseinandersetzung verändert meine Sichtweisen und auch meine Intuition. Und dann helfen sie mir auch in „besonderen Situationen“ die Orientierung zu behalten.

Alte Mauer

In unserer Gemeinde entsteht ein Bürgerpark, der Ilsepark-Lieme. Die Kirchengemeinde stellt dazu große Flächen um das Gemeindehaus und am Pfarrhaus zur Verfügung.
Damit Neues entstehen kann, muss manchmal Altes weichen. Zum Beispiel ein Teil einer sehr alten Mauer.
Fleißige Mauerspechte haben ehrenamtlich begonnen, die alten Steine aus der Mauer zu lösen, damit sie an anderer Stelle wieder verwendet werden können.
Dabei kommt auch viel Füllmaterial zum Vorschein. Lieme war damals nicht steinreich und auch die Kirche hat mit dem gebaut, was es eben gab.

Ich empfinde Respekt vor den Leistungen vorheriger Generationen. Und ich fühle mich bestätigt, dass nicht alles bleiben muss, wie es war.

Es kommt auf die Ballance an. Es geht darum, die Ecksteine von dem Füllmaterial zu unterscheiden und mit unseren Mitteln heute weiterzubauen.

Die Kirche hat schon ganz zu Beginn ihrer Geschichte dafür Worte gefunden: Ihr sollt „lebendige Steine“ sein, die nicht Mauern errichten, sondern ein „geistliches Haus“ in dem es Freude macht zu wohnen. Die Bibel: 1 Petrus 2, Vers 5

Gehhilfen

Gehhilfe

Zweibeiner haben es nicht immer leicht. Der aufrechte Gang hat viele Vorteile, aber fußt eben nur auf zwei Beinen. Wenn eines davon ausfällt, brauchen wir Hilfe.

Eine Freundin oder Freund, die da sind und ermutigen.
Eine helfende Hand, die mir jemand ausstreckt oder die mit anpackt.
Ein Stecken oder Stab, wie es Psalm 23 nennt.
Wäre doch blöd, diese Hilfe dann nicht anzunehmen.

Was ist der Mensch?

Handtaschen auf Füßen, scheint die Dekorateurin zu meinen. Und manchmal sieht es so aus, als könne man Menschen auf ihren Konsum reduzieren oder auf ihr Aussehen, ihre Arbeitsleistung, ihr Geld …

Was ist der Mensch„, staunt der Psalmist angesichts der Größe der Welt und Großartigkeit der Schöpfung. Eigentlich nichts besonderes und doch „du hast ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt“ [ Die Bibel: Psalm 8,5 ] . Ob nun mit oder ohne Handtasche.

Diese Sichtweise tut mir gut, wenn ich den Menschen ganz betrachte, also ganzheitlich und aus Gottes Sicht.