Alles hat seine Zeit

Es ist Sonntag, der 2. Juni. Wir machen einen Spaziergang und ich sehe diesen Hauseingang. Hmmm, ok, eigenartig ist es ja schon, so ein Weihnachtsbaum mit verdorrten Nadeln. Und eigenartig ist es auch, ihn mit Ostereier zu behängen. Ich überlege, ob darin vielleicht eine theologische Botschaft ausgedrückt werden soll?

Vielleicht eine österliche Kritik an Weihnachtsbräuchen? Aber nee, nicht wenn die Ostereier noch nach Pfingsten “am Weihnachtsbaume … hängen.”

Dann ist es wohl eher eine Mahnung: Alles hat Zeit, seine Zeit, also eben nicht immer.

Vielleicht ist das ja die Botschaft: Manchmal ist es gut, Altes wegzuräumen und im Fluss des Lebens zu bleiben. 😇

Weihnachtswunsch

Ein Licht zum Sehen:
die wichtigen Dinge,
die tiefen Gefühle,
die tröstenden Zeichen,
die Samenkörner der Hoffnung …

Ein Licht zum Wärmen:
an der Nähe zu denen,
die die wichtigen Dinge sehen,
die tiefen Gefühle spüren,
die tröstenden Zeichen geben,
dem Samen der Hoffnung Heimat geben.

Möge euch dies Licht leuchten.
Gesegnete Weihnachten

Wahrnehmung

“Ich glaube nur, was ich sehe”, sagen manche. Die Naturwissenschaft lehrt uns, es ist andersherum: “Ich sehe nur, was ich glaube.” Es ist nämlich eine Frage der Wahrnehmung, was zu mir durchdringt. Also eine Frage, was ich für wahr nehme.

Und wie schaue ich heute so in die Welt? Sehe ich nur all die Kälte, Not und Kummer, Streit und Gewalt … oder sehe ich Gottes Lächeln, den Engel im Supermarkt, die barmherzige Nächste? Ich will immer wieder genau hinsehen, damit ich das Gute heute nicht übersehe.

Engel

Im Gottesdienst in Bornim wurde Maja getauft. Mit einem Taufspruch, der auch uns Erwachsene bewegt, der Wunsch und die Zuversicht aus Psalm 91 Vers 11:

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Wie kann ich mir das Vorstellen? Zum Verständnis dieses Pslamverses hilft mir der Holzengel auf dem Foto.