Ostersonntag

Jesus ist auferstanden.
Auferstanden?
Er ist wahrhaftig auferstanden!
Gott macht einen Neuanfang.

Ich fühle mich
selbst
wieder lebendig.

Ich bin voller Hoffnung,
dass auch über mich
der Tod nicht das letzte Wort hat.

Ich wende mich dem Leben zu.
Ich bin Hoffnungsträger.

Karsamstag

Zwischenzeit.
Das Grab ist verschlossen,
alle Hoffnung gestorben,
und die Trauer ist dunkel und schwer.

Die Freunde Jesu tragen sie.
Ausweglosigkeit,
Lähmung,
Ohnmacht …
Gibt es wirklich ein Danach?

Ich teile das Gefühl der Ausweglosigkeit.
Ich stelle mich
zu den Frauen und Männern
und bin selbst
in meiner Trauer
nicht abseits oder allein.

Karfreitag

Ich erinnere mich,
Jesus ist einen schweren Weg gegangen
einen Kreuzweg.

Jesus weiß, wie das ist,
verzweifelt,
leer,
am Ende
zu sein.

Es ist nicht einfach,
mich dieser Dunkelheit zu stellen,
aber ich weiß, dass es richtig ist.

Ich stelle mich
und werde erleben,
dass ich durch die Dunkelheit
zum Licht finden kann.

Freude

Gerade erst ist der Schnee weggetaut, und der Wetterbericht sagt auch schon wieder Kälte an, aber heute, heute gehe ich durch die Dorfstraße und sehe sie: Freudeblumen. Ich weiß, das ist nicht ihr botanischer Name, aber das lösen sie in mir aus. Diese kleine, zarte und leuchtende Pracht wecken die Freude in mir.

„Blumen sind das Lächeln Gottes“, habe ich mal gelesen. Ja, denke ich – nein spüre ich und lächle mit.

Rituale

Es gibt gute Gewohnheiten: Übungen im Alltag, die mich stärken, trösten, Halt geben, glücklich machen. Welche gibt es? Wie sehen die aus und passen sie zu mir?
Ich beschreibe hier ein paar Rituale, die gut tun können, helfen und wirksam sind.

„Rituale“ weiterlesen

Weihnachten 2019

Heilig Abend. Viele Menschen, hohe, aber ganz unterschiedliche Erwartungen.

Es soll besonders schön, stimmungsvoll, berührend werden – aber weniger könnte mehr sein und darum geht es doch an der Krippe.

Predigt zu Jesaja 1,3

Am Morgen danach ist alles entspannter und nicht mehr so aufgeladen mit Erwartungen. Am ersten Weihnachtstag kommen weniger Menschen zum Gottesdienst aber mit mehr Zeit.

„Haben Sie noch Hoffnung?“ Angesichts der Weltlage und ganz persönlicher Herausforderungen finde ich keinen Grund zum Optimismus, aber im Johannesevangelium eine ungewöhnliche Antwort.

Predigt zu Johannes 1,14 und Römer 7, 18

Lebendiger Advent

Nach dem Auftakt gestern im Gottesdienst feiern wir den ersten Abend „lebendiger Advent“ in unserer Gemeinde. Eine wunderbare Tradition inzwischen.

Heute im Gemeindehaus mit Posaunenchor. Dann lädt jeden Abend jemand zu sich nach Hause ein auf einen Punsch, eine Geschichte, Singen und eine halbe Stunde Licht im Dunkeln. Soooo schön.

Und wie kommst du zur Ruhe und mit netten Menschen ins Gespräch?

Fridays for Future – in Lemgo

In der ganzen Welt, in Deutschland und auch in Lemgo sind Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Erwachsen auf die Straßen gegangen. Sie zeigen, wie wichtig ihnen der Klimaschutz ist – und wir als Kirche mitten drin. Auch das gehört zum Beruf des Pastors.

Ein paar Impressionen und kurze Gespräche während der Auftaktdemo heute am 20. September 2019 habe ich in einem kleinen Video eingesammelt.

Was ist Segen?

Es ist Elternabend mit den neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Am Ende möchte ich einen Segen sprechen und vorher kurz erläutern, was ich da eigentlich tue.

Ich frage einen Jugendlichen: „Sag mal, wenn deine Mama grantig ist zu dir, was tust du dann? “ Er zögert. Seine Mutter sagt: „Das ist aber heikel.“
Wir alle verstehen, was sie meint. Denn eigentlich will niemand grantig sein, oder nur mit gutem Grund?

„Na ja“, sage ich, „aber das kommt doch manchmal vor. Und ich habe einen guten Tipp für euch, was Kinder zu Eltern und Eltern zu Kindern und Liebste zueinander sagen können, wenn einer oder eine mal grantig ist. Statt zu schimpfen, die Tür zu knallen oder einfach nur abzuwarten, könntet ihr sagen: Du, ich habe dich lieb. Das wirkt! Schon im Herzen des anderen und oft auch im Gesicht und im weiteren Handeln, denn solch ein Satz verändert. Mit dem Segen ist das ähnlich, Gott sagt zu uns: Du, ich habe dich lieb.“

Wir haben dann einen Kreis gebildet, uns an die Hand genommen und ich habe den Segen gesprochen: „Gott segne und behüte uns, seine Freundlichkeit begleite uns, sein Frieden beschütze uns – auf dem Heimweg, in der Nacht und zum neuen Tag.“