Wozu gibt es Kirche?

Die Frage ist einfach und klar. Bei der Antwort zögern wir als evangelische Christen aus gutem Grund. Wir haben aus Fehlern in der Kirchengeschichte gelernt, wollen uns nicht selbst überschätzen, wollen keinen Druck ausüben … Als Antwort auf die Frage: „Wozu gibt es Kirche?“, bleibt dann aber oft nur ein sehr allgemeines: „Weil sie sich sozial engagiert“, oder ein fast resignatives „Das muss jeder selbst entscheiden“.
Zwei konkretere Gründe für Kirche und für eine Kirchenmitgliedschaft, die wir fröhlich und aktiv weitersagen können, möchte ich hier anbieten und damit zur Diskussion anregen.

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Predigt zu Johannes 7,37-39 – Exaudi 2021

Nach dem » Spaziergang mit Bibel zum Predigttext (siehe unten), hier die zugehörige Predigt, die ich als Gastprediger in der Kirchengemeinde Bornim und Golm halten durfte.

Himmelfahrt und Pfingsten öffnen den Raum für unser Kirche sein.

Die Predigten sind sehr ähnlich, aber mit je eigenen Akzenten. Ich veröffentliche sie beide, weil es vielleicht gut tut, eine zu hören und nach ein paar Tagen die andere. Es könnte ein eigenes Gespräch mit dem Bibeltext fördern oder die Auseinandersetzung mit dem Predigtgedanken.

Predigt zum Bibeltext am Sonntag Exaudi in Golm
Predigt zum Bibeltext am Sonntag Exaudi in Bornim
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Kirche nach Corona

Corona hat uns durchgeschüttelt. Unsicherheit, Angst, Wut sind verständliche Gefühle, aber auch Mut und Neugierde. Innehalten und Bewahren sind begründete Reaktionen, aber auch Innovation und Kreativität. Je länger der Lockdown dauert, desto mehr wollen einige endlich zurück zum Leben davor – während andere schon soweit weitergegangen sind, dass sie den neuen Weg nun auch fortsetzen wollen. Und wir als Kirche?

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Ostersonntag

Jesus ist auferstanden.
Auferstanden?
Er ist wahrhaftig auferstanden!
Gott macht einen Neuanfang.

Ich fühle mich
selbst
wieder lebendig.

Ich bin voller Hoffnung,
dass auch über mich
der Tod nicht das letzte Wort hat.

Ich wende mich dem Leben zu.
Ich bin Hoffnungsträger.

Karsamstag

Zwischenzeit.
Das Grab ist verschlossen,
alle Hoffnung gestorben,
und die Trauer ist dunkel und schwer.

Die Freunde Jesu tragen sie.
Ausweglosigkeit,
Lähmung,
Ohnmacht …
Gibt es wirklich ein Danach?

Ich teile das Gefühl der Ausweglosigkeit.
Ich stelle mich
zu den Frauen und Männern
und bin selbst
in meiner Trauer
nicht abseits oder allein.

Karfreitag

Ich erinnere mich,
Jesus ist einen schweren Weg gegangen
einen Kreuzweg.

Jesus weiß, wie das ist,
verzweifelt,
leer,
am Ende
zu sein.

Es ist nicht einfach,
mich dieser Dunkelheit zu stellen,
aber ich weiß, dass es richtig ist.

Ich stelle mich
und werde erleben,
dass ich durch die Dunkelheit
zum Licht finden kann.

Online Gottesdienste

Ein Zwischen-Rückblick

Die Erfahrungen mit unserem Gottesdienstkonzept sind positiv.
Das liegt zu allererst an dem wunderbaren Team, das diese Gottesdienst gestaltet und sich so persönlich und authentisch einbringt.
Die Rückmeldungen sind ebenfalls positiv. Sie zeigen, dass auch die digitalen Gottesdienste Nähe aufbauen und zum Mitfeiern anregen. Dazu trägt auch die Flexibilität bei, dass wir online zu verschiedenen Zeiten und auch öfter dabei sein können.

Es gibt aber auch kritische Punkte:
Das ist zum einen der Aufwand. Online-Gottesdienste sind ein eigenes Format und nicht nur eine Spycam in einen traditionellen Gottesdienst. Neben den liturgischen Herausforderungen kommen die Fragen nach Lichtkonzept, Kameraführung und Regie.
Auch die technische Lernkurve ist steil und lang. Die Einstellungen und Bedienung der Kamera, der Ton, das Licht und das Zusammenwirken aller Komponenten steckt voller (kleiner und größerer) Fehlerquellen.

Mein Zwischenergebnis lautet: Ja, unser Konzept braucht viel Übung und Zeit, aber birgt auch interessante Lernerfahrungen. Die Erfahrungen miteinander und die Rückmeldungen sind gut und vielversprechend. Wir glauben, Online-Gottesdienste sind viel mehr als eine Notlösung, eine gute Investition in die Zukunft.

Unser Kanal:

Gottesdienstkonzept 2021

Der Umgang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Corona) fordert weiterhin unsere Achtsamkeit und Beharrlichkeit. Impfungen werden frühestens im kommenden Sommer  Erleichterungen bringen. Ich stelle mich auf einen langen Weg ein. Und – Corona ist ja nicht das einzige Problem für uns als Kirche.

Damit wir von nicht immer nur an Notlösungen arbeiten, brauchen wir aber auch Zeit für langfristige Lösungen, die auf die Notwendigkeiten reagieren, die sich aus dem gesellschaftlichen Wandel ergeben.

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