Geschichten für Herz und Hirn

Waltraud Gomm ist ausgebildete und erfahrene Geschichtenerzählerin. Sie arbeitet in unserem Gottesdienstteam mit und erzählt regelmäßig im Gottesdienst anders eine Geschichte für die Geburtstagskinder. Und wir genießen das alle.

Auch in diesen besonderen Tagen tun gute Geschichten gut – um so mehr, wenn sie so echt erzählt werden. Das offene Ohr findet dann einen direkten Zugang zu unseren Herzen und unser Hirn bekommt auf gute Nervennahrung.

Also lehnen sie sich entspannt zurück
oder beugen Sie sich aufmerksam vor –
und hören sie einfach zu.

Die erste Geschichte hier heißt: Ich wünsche dir ausreichend.

Abendgruß am 2. April

Manchmal treibt mich innere Unruhe an und um.
Was hilft mir dann?

Eine kleine Andachtsliturgie gibt mir eine Form
und Worte, die mir helfen.
So halte ich inne und komme zur Ruhe.
Machen Sie mit?

Zoom und der Datenschutz

Ich habe heute (am 1. April) über Sicherheitsmängel bei Zoom in den Nachrichten gelesen: Tagesschau, Handelsblatt, Zeit aber auch beim „Datenschutz-Guru“ Stephan Hansen-Oest.
Was ist dran an den Bedenken?

Nach meinem Empfinden berichtet das Handelsblatt am ausgewogensten. Und Stephan Hansen-Oest ist Fachanwalt für IT-Recht in Flensburg und sagt: „Ich halte die Datenschutzhinweise von Zoom in der Form für DSGVO-konform“.

Was ich nach derzeitigem Stand weiß:

  1. Wer sein Handy nutz, gibt viele und oft Daten z.B. an facebook – das ist nicht Zoom spezifisch.
    (Auf meinem webblog theoloog.de nutze ich z.B. deshalb spezielle SocialMediaButtons, die genau das verhindern. Und – ich nutze auch kein Whatsapp 🙂
  2. Wer in Zoom einfach ein Meeting startet ohne Einlasskontrolle, der öffnet dem sogenannten Zoombombing selbst die Tür, das macht nicht Zoom. Wenn ich an meine Haustür draußen eine Klinke anbringe und nicht abschließe, bin ich selbst das Sicherheitsleck nicht der Türbauer oder der Schlosser.
    Das kann ich als Konferenzgeber einfach abstellen, indem ich zu der Meeting-ID auch ein Passwort vergebe (max 10 Zeichen), sowie die Warteraumfreigabe aktiviere (dann muss ich jeden einzelnen einlassen).
  3. Wenn jetzt jemand aus den USA Klage beim FBI einreicht, muss ich schmunzeln. Und es ist doch so:, Wenn Zoom boomt – dann ärgert das Google Hangout und Google Duo, Microsoft mit Skype und whatsapp sowieso. Also wer profitiert von den Schlagzeilen?

Deshalb komme ich zu dem Schluß: Ich bleibe bei Zoom und arbeite damit weiter.

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Theologische Einsicht

Was sieht Gott von mir – und wie geht Gott damit um?

Hagar sagt über Gott (Die Bibel: Gen 16,9): „Du bist ein Gott, der mich sieht,“ weil er sie gesehen hat. Abram, ihr Ehemann, hatte sich abgewandt und weggesehen, wie sehr sie von Sarai bedrängt wurde. Er hatte sie nicht geschützt. Und so flieht Hagar in die Wüste. Aber Gott erscheint ihr. Nicht als Überwacher und Spion, sondern als einer, der hinsieht und Ansehen schenkt, ihr Mut macht und sie mit einer Verheißung segnet, die sich später erfüllen wird. Sie wird Stammmutter der Ismaeliten.

Abendgruß am 31. März

Es ist wieder kälter geworden draußen.
Aber auch heute wurden uns viele Sonnenstunden geschenkt.
Nun am Abend würden wir uns eigentlich als Chor treffen.
Aber Ingrid grüßt uns mit einem Klavierstück: Ave Maria von Astor Piazzolla*

Musik, die zum Träumen einlädt, aber auch die Anspannung erträgt, die uns die Lebensumstände manchmal abverlangen.

All das Schöne und Schwere dieses Tages möchte ich mit Ihnen auch heute vor Gott bringen, wenn um 19:30 Uhr wieder die Liemer Glocken uns für sieben Minuten einladen – innenzuhalten.

* Astor Piazzolla lernte mit 11 Jahren Bach auf dem Bandoneon (eine Art Ziehharmonika) zu spielen. Später komponierte er auch klassische Stücke, aber seine große Leidenschaft galt dem Tango. Nicht nur als ein Tanz, sondern einer Konzertmusik in die er Elemente des Jazz einfließen ließ.

Abendgruß am 27. März

Ich staune und freue mich über all die Kreativität von Menschen, die ihr Können gerade in diesen Tagen einsetzen und Freude bringen. Das macht bei uns ja auch der Posaunenchor untereinander bei den wöchentlichen Proben und für andere beim Gottesdienst und den monatlichen Ständchen.

Ein schönes Beispiel, wie gut die Musik und ein Text, der unser Herz berührt, tun ist das folgende Lied. Iris Lohmeyer-Nickel aus dem Posauenechor hat es gefunden und geteilt. Danke. Hören Sie es sich doch z.B. auch heute abend nach dem Glokenläuten um 19:30 Uhr an.

Und dann können wir den Text mitsprechen oder singen
und uns gegenseitig wünschen:
Möge die Straße uns zusammen führen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
|: Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott dich fest in seiner Hand. 😐

Abendgruß am 24. März 2020

Heute wäre eigentlich Chor … aber in diesen Tagen ist so vieles anders. Doch wir können zusammen singen. Z.B. das Abendlied: Der Mond ist aufgegangen.
Unsere Organistin Ingrid Stein spielt es auf dem Klavier und den Text habe ich eingeblendet. Und dann läuten wieder um 19:30 Uhr unsere Glocken.

Abendgruß mit dem Lied: Der Mond ist aufgegangen

Abendgruß am 20. März

Ab heute abend um 19:30 Uhr läuten in Lieme und an vielen Orten in NRW die Glocken.
Ein Moment zum Innehalten und zum Gebet.
Ein ökumenisches Zeichen der Verbundenheit.
Wir machen mit.
Und dazu heute auch der Abendgruß.

Heute zum Glockenläuten und am Klavier unsere Organistin Ingrid Stein

Und eine Ermutigung vom Landessuperintendenten Dietmar Arends
auch von heute.

Kirchengemeinde anders am 16.03

SARS-CoV-2 fordert uns heraus aus guten und geschätzten Gewohnheiten. Vieles müssen wir eine Zeitlang lassen und können neue Wege finden.
Die Gottesdienste und Gemeindegruppen finden derzeit nicht mehr als öffentliche Versammlung vor Ort statt, aber soziale Gemeinschaft, Glaube, Unterstützung können stattfinden – nur eben anders.

Ein Gruß zum Abend am 16.03.2020

Corona

Alle reden über das SARS-CoV-2 (Corona) Virus. Neben manchen irritierenden Überreaktionen in Form von Hamsterkäufen gibt es aber auch berechtigte und sinnvolle Maßnahmen.
Derzeit geht es geht darum, Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verzögern, um unserem Gesundheitssystem Zeit zu verschaffen, die aktuelle Versorgung der wirklich ernsthaft Erkrankten durch Sauerstoffbeatmung und Medikamente weiter gewährleisten zu können.

Und was machen wir nun als Christen?

Wir wissen uns von Gott begleitet und getragen, dieses Vertrauen teilen wir miteinander.
Wir lassen uns nicht von der Angst leiten, sondern nehmen Rat von Fachleuten an.
Wir sind miteinander verbunden und können füreinander da sein und uns gegenseitig helfen.

Gute Hintergrundinformationen habe ich im Podcast vom NDR gefunden in den täglichen Interviews mit Prof. Dr. Christian Drosten (Leiter der Virologie an der Berliner Charité)

Und den Patientenservice www.116117.de gibt es übrigens auch als App.

Kirche in der Cloud

Gedanken und Strategien zur digitalen Alltagsarbeit in Kirchengemeinde und Pfarramt.

Die Arbeit am und mit dem PC, Laptop, Tablet und Smartphone ist selbstverständlich geworden. Und je mehr wir so arbeiten, desto mehr Daten und Dateien fallen an. Damit steigt das Bedürfnis die Daten dabei zu haben: am Schreibtisch, im Gemeindebüro, an Sitzungsorten und Unterwegs.

Durch das Web und den immer besseren Zugang per WLAN und Freifunk ist die Lösung dafür ein Online-Datenspeicher – die Cloud.

Amazon macht eben damit mehr Umsatz, als mit seinem Web-Shop. (Und auch der nutzt ja die Cloud). Kostenlose Angebote wie die Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive, die E-Post Cloud, Free Hidrive von Strato und jetzt auch Amazon Drive haben zwei Nachteile:
Wir vertrauen unsere Daten profitorientierten Firmen an, oft mit Datenschutzgesetzen nach amerikanischem Interessen und auch die Sicherheit der Daten während der Übertragung entspricht zumeist nicht unseren Sicherheitsansprüchen gemäß der DSGVO. Für Sitzungsprotokolle und Adressenlisten blieb bislang eigentlich nur die Papierform.

Eine kostenarme und datenschutzkonforme Lösung bietet die Nextcloud . Unsere Landeskirche hat nun dazu eine eigene Anpassung eingerichtet und stellt sie allen lippischen Kirchengemeinden und Mitarbeitenden zur Verfügung – die Kirchencloud.

Das Angebot ist wunderbar. Um es nutzen zu können sind aber nicht nur ein paar technische Herausforderungen zu meistern, sondern müssen Arbeitsabläufe umgestellt werden und Standards mit allen Beteiligten vereinbart und eingeübt werden.

Das ist nicht nur eine organisatorische Aufgabe. Die Art, wie wir Informationen teilen und ob wir von einander wissen, beeinflußt unser Mitteinander. Darum sehe ich in der Einführung der Kirchencloud auch einen Anlass, über die gewohnten Strukturen der Kommunikation in unserer Gemeinde nachzudenken. Sie ist eine Chance, die Kommunikation untereinander und mit Mitgliedern und Interessierten zu verbessern und damit eine Hilfe und Unterstützung für den Gemeindeaufbau.

Videoanleitungen zum praktischen Arbeiten mit der Kirchencloud (Nextcloud)