Reformationsfest 2020

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Blick in die Kirche in Bergkirchen

Gemeinsamer Gottesdienst der Kirchengemeinden Bergkirchen, Lieme und Retzen am 1 November 2020.

Anhand von vier falschen Alternativen fragt die Predigt von Fred Niemeyer nach Aufgaben und Möglichkeiten, um den aktuellen Wandel als Kirche gemeinsam zu gestalten.

  1. Was brauchen wir – statt Dogma gegen Bedürfnis
  2. Vertrauen in den lebendigen Gott – statt Tradition gegen Innovation
  3. Das Internet nutzen – statt Analog gegen Digital
  4. Gemeinsamkirche – statt Individualismus gegen Teamwork
    Und ein verbindendes Ritual.

Die Zukunft der Welt und die Antwort der Kirche

Zukunft ist ein großes Wort und betrifft die ganze Welt, wird aber für mich zunächst in Deutschland konkret. Hier bringt die Zukunft typische, erwartbare Fragen mit sich. Was wird kommen und wie kann ich damit umgehen?
Nicht nur ich suche Antworten – auch wir als Kommune und Land, als Familie und Kirche. Meine These ist: Weil die Kirche aus dem Evangelium relevante und hilfreiche Antworten auf diese Fragen schöpfen kann, hat sie in der nahen Zukunft Bedeutung.

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Kirchenmitgliedschaftszahlen 2019

Die pandemiebedingten Einschnitte in die Gemeindearbeit sind 2020 durch die drastischen Auswirkungen für uns alle sehr spürbar geworden. Die Entwicklung der Kirchenmitgliedschaft ist dagegen ein schleichender Prozess, der auf die klassischen Gemeindeveranstaltungen wenig Einfluss hat, obwohl er sehr wohl augenscheinlich ist. Schon der demografische Faktor ist alamierend: 2019 zählen wir in unseren Kirchen 574 000 Verstorbene aber nur 160 000 Taufen. Noch bedrohlicher ist es, dass im selben Jahr 270 000 Mitglieder aus der evangelischen und 272 700 aus der katholischen Kirche ausgetreten sind. Diese Mitglieder haben sich bewusst von der Institution Kirche abgewandt. (25 000 Eintritte in die evangelische und 7 700 in die katholische Kirche sind für sich genommen zwar sehr erfreulich, ändern aber nicht den allgemeinen Trend.)

Diese Zahlen sollten uns beunruhigen, aber auch unsere Kreativität wecken. Tatsächlich ist von einem Innovationsdruck in der Kirche wenig zu spüren. Das kann zwar entspannen, wirkt aber auch einlullend. Zwischen Panik und Koma gibt es einen Spielraum, den wir nutzen und gestalten können.
Ein Artikel von Philipp Greifenstein (Redakteur im Online Magazin Die Eule) stellt einige Reaktionen und Empfehlungen zu den aktuellen Kirchenmitgliedschaftszahlen zusammen. Ich finde es lohnend, diese kurzen Statements wahrzunehmen und zu diskutieren: Links am Tag des Herrn (Sonntag 28. Juni)

Erfahrungen nutzen

Corona hat uns herausgeworfen aus vielen vertrauten Vollzügen der institutiona­lisierten Kirche. Das tat und tut (in) der Kirche weh. Ich möchte daran nichts schön reden.
Doch zugleich nehme ich auch gute Erlebnisse wahr. Digitale Kirche, die oft noch als Verirrung der Moderne skeptisch beäugt wurde, erwies sich als Brücke zwischen Kirche und Gemeindegliedern – vor allem aber zwischen Gemeindegliedern als Kirche. Zum Teil nur mit den Hochverbundenen, die schon Erfahrung mit digitaler Kommunikation haben. Teilweise aber auch mit Interessierten, die den Weg in die Institution nur selten gehen, dafür aber digitale Kommunikationswege selbstverständlich pflegen und hier erreichbar sind. Und teilweise haben sich Menschen aus der Not heraus an digitale Formen gewagt – sowohl als Anbieter- und Nutzer*innen. Was folgt nun daraus?

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Abendimpuls in der Kirche

Seit unserem ersten öffentlichen Gottesdienst in unserer Kirche an Pfingsten bieten wir sonntagsabends für 20 Minuten einen Abendimpuls in der Kirche an. Wir bedenken einzelne Stationen aus unserem Pfingstweg [gemeinsamkirche.de].

Heute am 2. Sonntag nach Pfingsten spricht unsere Prädikantin Margret Petz. Direkt im Anschluss beantwortet sie noch zwei Nachfragen zum Abendimpuls.

Liturgie und Impuls: Margret Petz
Orgel: Ingrid Stein

Rituale

Es gibt gute Gewohnheiten: Übungen im Alltag, die mich stärken, trösten, Halt geben, glücklich machen. Welche gibt es? Wie sehen die aus und passen sie zu mir?
Ich beschreibe hier ein paar Rituale, die gut tun können, helfen und wirksam sind.

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Corona-Lockerungen

Ein anderer Abendgruß.
Die Politik entscheidet, worauf viele Menschen drängen: Lockerungen. Das kann ich verstehen, aber bin besorgt. Einige persönliche Gedanken, wie wir als Kirchengemeinde verantwortlich damit umgehen können und wann wir wieder Gottesdienst in unserer Kirche feiern.

Misericordias Domini

Wir sind auf dem Weg von der Passionszeit und Ostern hin zu Pfingsten. Wir möchten gerne wieder zusammen Gottesdienst feiern, aber wir nehmen auch den Infektionsschutz ernst. Also suchen wir nach Wegen, Vertrautes zu pflegen und Neues zu wagen. Wir vertrauen auf die Kraft des Geistes, der uns seit Pfingsten immer wieder begeistert.

Die Predigt zu 1 Petrus 2 teile ich ausgedruckt als Lesepredigt, die an der Kirche ausgehängt, und als Audioversion hier zum Anhören – als eine Brücke zwischen analoger und digitaler Kommunikation des Evangeliums.

Die Musik hat Ingrid Stein an unser Liemer Orgel eingespielt.

Orgelmusik eg 561: Jesus unser Trost und Leben
Predigt am Sonntag Misericordias Domini zu 1 Petrus 2,21b–25 zum Anhören [8:50 Minuten]
Orgelmusik François Couperin Dialogue

PS: » Die Predigt als PDF zum Download

Kirchengemeinde leben …

… mit und nach Covid 19

Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wurden über den 19. April zunächst bis Anfang Mai verlängert, sollen aber schrittweise gelockert werden. Je länger je mehr sehnen wir uns nach Normalität und vermissen die vertrauten Rituale aus unserem Gemeindeleben. Wir ahnen aber auch, dass es kein einfaches zurück und weiter so wie früher geben kann.
Zunächst muss der Infektionsschutz aufrechterhalten bleiben und in all unsere Überlegungen zum Gemeindeleben eingebunden werden. Dazu müssen soziale und wirtschaftliche Nachwirkungen aufgearbeitet werden. Das bedeutet weitere Achsamkeit und Veränderungsbereitschaft für uns als Kirchengemeinde.
» Dazu ein paar erste Gedanken und Anregungen.

Osterweg in Lieme

Und heute möchte ich euch mitnehmen auf den Osterweg in Lieme, den wir im gebotenen Abstand gehen konnten. Auch so können wir Ostern gemeinsam nachzuspüren und die Osterfreude teilen.