Diese Frage ist ein etwas ungewöhnlicher Blick auf das Phänomen Kirche. Vielleicht ist die Fragestellung falsch. Aber vielleicht hilft sie auch genauer hinzusehen? Und wenn wir das tun, wie lautet die Antwort?
Mitgliederorientierung
Vorüberlegungen: Auf der Lippischen Synode werden wir das Thema Mitgliederorientierung diskutieren.
Ich verstehe darunter die Ausrichtung unserer Arbeit an den Bedürfnissen der Mitglieder in unserer Region in ihren unterschiedlichen Milieus. Ich finde das wichtig und relevant.
Dazu gehört aber auch die Frage, welches Angebot Kirche hat = was unser Markenkern ist, der uns wiedererkennbar macht und von anderen Sinn- und Gemeinschafts-Anbietern unterscheidet?
Kooperation
Nach den Überlegungen im Artikel “Wir müssen reden” möchte ich hier einige Beispiele benennen, wie Kooperation von Kirchengemeinden allen gut tun kann.
„Kooperation“ weiterlesenWir müssen reden …
und das tun wir doch auch. Manchmal reden wir zu viel und zu lange, statt zu handeln. Und diese Art zu reden, bin ich müde und überdrüssig. Aber Reden kann Handeln initiieren und begleiten, damit das Handeln gelingt und zu den beabsichtigten Resultaten führt. Nun stehen in unserer Landeskirche die Klassentage, ein Neulandtag und die Frühjahrs-Synode an. Wir werden reden auch über Strukturfragen und das ist gut. Denn:
„Wir müssen reden …“ weiterlesenWarum bist du Christ?
Wurdest du das schon mal gefragt? Wohl eher nicht. Dabei könnte es ein spannendes Gespräch werden. Und es gibt verschiedene und gute Gründe dafür. Davon handelt dieser Artikel: Warum es klug und hilfreich ist, Christ zu sein.
„Warum bist du Christ?“ weiterlesenWozu gibt es Kirche?
Die Frage ist einfach und klar. Bei der Antwort zögern wir als evangelische Christen aus gutem Grund. Wir haben aus Fehlern in der Kirchengeschichte gelernt, wollen uns nicht selbst überschätzen, wollen keinen Druck ausüben … Als Antwort auf die Frage: “Wozu gibt es Kirche?”, bleibt dann aber oft nur ein sehr allgemeines: “Weil sie sich sozial engagiert”, oder ein fast resignatives “Das muss jeder selbst entscheiden”.
Zwei konkretere Gründe für Kirche und für eine Kirchenmitgliedschaft, die wir fröhlich und aktiv weitersagen können, möchte ich hier anbieten und damit zur Diskussion anregen.
Kirche nach Corona
Corona hat uns durchgeschüttelt. Unsicherheit, Angst, Wut sind verständliche Gefühle, aber auch Mut und Neugierde. Innehalten und Bewahren sind begründete Reaktionen, aber auch Innovation und Kreativität. Je länger der Lockdown dauert, desto mehr wollen einige endlich zurück zum Leben davor – während andere schon soweit weitergegangen sind, dass sie den neuen Weg nun auch fortsetzen wollen. Und wir als Kirche?
„Kirche nach Corona“ weiterlesenGottesdienstkonzept 2021
Der Umgang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Corona) fordert weiterhin unsere Achtsamkeit und Beharrlichkeit. Impfungen werden frühestens im kommenden Sommer Erleichterungen bringen. Ich stelle mich auf einen langen Weg ein. Und – Corona ist ja nicht das einzige Problem für uns als Kirche.
Damit wir von nicht immer nur an Notlösungen arbeiten, brauchen wir aber auch Zeit für langfristige Lösungen, die auf die Notwendigkeiten reagieren, die sich aus dem gesellschaftlichen Wandel ergeben.
„Gottesdienstkonzept 2021“ weiterlesenDie Zukunft der Welt und die Antwort der Kirche
Zukunft ist ein großes Wort und betrifft die ganze Welt, wird aber für mich zunächst in Deutschland konkret. Hier bringt die Zukunft typische, erwartbare Fragen mit sich. Was wird kommen und wie kann ich damit umgehen?
Nicht nur ich suche Antworten – auch wir als Kommune und Land, als Familie und Kirche. Meine These ist: Weil die Kirche aus dem Evangelium relevante und hilfreiche Antworten auf diese Fragen schöpfen kann, hat sie in der nahen Zukunft Bedeutung.
Kirchenmitgliedschaftszahlen 2019
Die pandemiebedingten Einschnitte in die Gemeindearbeit sind 2020 durch die drastischen Auswirkungen für uns alle sehr spürbar geworden. Die Entwicklung der Kirchenmitgliedschaft ist dagegen ein schleichender Prozess, der auf die klassischen Gemeindeveranstaltungen wenig Einfluss hat, obwohl er sehr wohl augenscheinlich ist. Schon der demografische Faktor ist alamierend: 2019 zählen wir in unseren Kirchen 574 000 Verstorbene aber nur 160 000 Taufen. Noch bedrohlicher ist es, dass im selben Jahr 270 000 Mitglieder aus der evangelischen und 272 700 aus der katholischen Kirche ausgetreten sind. Diese Mitglieder haben sich bewusst von der Institution Kirche abgewandt. (25 000 Eintritte in die evangelische und 7 700 in die katholische Kirche sind für sich genommen zwar sehr erfreulich, ändern aber nicht den allgemeinen Trend.)
Diese Zahlen sollten uns beunruhigen, aber auch unsere Kreativität wecken. Tatsächlich ist von einem Innovationsdruck in der Kirche wenig zu spüren. Das kann zwar entspannen, wirkt aber auch einlullend. Zwischen Panik und Koma gibt es einen Spielraum, den wir nutzen und gestalten können.
Ein Artikel von Philipp Greifenstein (Redakteur im Online Magazin Die Eule) stellt einige Reaktionen und Empfehlungen zu den aktuellen Kirchenmitgliedschaftszahlen zusammen. Ich finde es lohnend, diese kurzen Statements wahrzunehmen und zu diskutieren: Links am Tag des Herrn (Sonntag 28. Juni)
Erfahrungen nutzen
Corona hat uns herausgeworfen aus vielen vertrauten Vollzügen der institutionalisierten Kirche. Das tat und tut (in) der Kirche weh. Ich möchte daran nichts schön reden.
Doch zugleich nehme ich auch gute Erlebnisse wahr. Digitale Kirche, die oft noch als Verirrung der Moderne skeptisch beäugt wurde, erwies sich als Brücke zwischen Kirche und Gemeindegliedern – vor allem aber zwischen Gemeindegliedern als Kirche. Zum Teil nur mit den Hochverbundenen, die schon Erfahrung mit digitaler Kommunikation haben. Teilweise aber auch mit Interessierten, die den Weg in die Institution nur selten gehen, dafür aber digitale Kommunikationswege selbstverständlich pflegen und hier erreichbar sind. Und teilweise haben sich Menschen aus der Not heraus an digitale Formen gewagt – sowohl als Anbieter- und Nutzer*innen. Was folgt nun daraus?
Rituale
Es gibt gute Gewohnheiten: Übungen im Alltag, die mich stärken, trösten, Halt geben, glücklich machen. Welche gibt es? Wie sehen die aus und passen sie zu mir?
Ich beschreibe hier ein paar Rituale, die gut tun können, helfen und wirksam sind.