6 Schritte zum guten Blog

Vorüberlegungen

Als ich mit diesem Blog angefangen habe, war ich wirklich Anfänger. Ich habe ausprobiert und geübt, nachgelesen und immer mal wieder gefragt: Was macht gutes Bloggen aus und wie kann ich meinen Blog besser machen?

Dabei bin ich auch auf den Blog von Finn Hillebrandt gestoßen. Die Artikel von Finn sind verständlich und ausführlich. Er hat sich Gedanken gemacht und kann gut erklären. Mir haben seine Beiträgen sehr geholfen. Danke.

Manches habe ich erst wissen wollen und verstehen können, als ich es selbst ausprobiert habe. Beim Tun lernen – ist mein Ding, also tue ich und beobachte mich, suche Anregungen und passe mein Tun an. Was ich dabei gelernt habe, gebe ich hier weiter.

Und natürlich ist auch dieser Artikel wieder ein Anlass darüber nachzudenken, was ich tue und etwas zu (er)klären – hoffentlich nicht nur für mich.

(M)ein Blog entsteht

Die Schritte mit der Software WordPress habe ich schon beschrieben. Damit aus meiner Webseite ein guter Blog wird, arbeite ich an folgenden Punkten:

  1. Ich nutze einen Anlass
  2. Ich kläre meine Motivation, und meine Ressourcen
  3. Ich formuliere mein Thema und die Unterthemen
  4. Ich kläre mein Umfeld
  5. Ich tue und lerne
  6. Ich habe Spaß daran und dabei!

1. Der Anlass

Bei mir war es der Wunsch, WordPress zu lernen und über Theologische Einsichten im Alltag zu schreiben.

2. Meine Motivation und Ressourcen

Als Pfarrer habe ich Theologie zu meinem Beruf gemacht. Theologie ist aber auch meine Leidenschaft. Als Gemeindepfarrer habe ich mit typischen Lebenssituationen zu tun, in denen der Glaube eine Rolle spielt. Für manche ist das der Gottesdienst am Sonntag, für andere speziell die Taufe oder eine Beerdigung, für mich betrifft das jeden Lebensbereich. Immer wieder stoße ich auf typische Fragen oder Vorurteile: Zum Beispiel, dass Theologie und Naturwissenschaft sich widersprechen würden. Deshalb habe ich mit anderen eine Erlebnisausstellung zur Theologie aufgebaut: den Credoweg. Schon seit 1999 beschäftige ich mich mit Webseiten. Seit meiner ersten Domain www.typische-evangelisch.de lerne und arbeite ich mit HTML. All diese Erfahrungen bringe ich in meinen neuen Blog im Jahre 2019 ein.

3. Das Thema

Mein Thema ist Theologie und evangelischer Glaube im Alltag. Es geht mir ganz lebenspraktisch, um theologische Einsichten und biblische Erfahrungen auch außerhalb von Kirche und Religion, oder mit anderen Worten, um Lebensweisheit und Spiritualität mitten in den täglichen Herausforderungen.

4. Das Umfeld

Eine kleine oder größere Recherche was es schon im Internet zu meinem Thema gibt, hilft mir zu klären, wo bei meinen Leser*innen Bedarf ist und was meinen Blog heraushebt oder ein Alleinstellungsmerkmal ist.

Für einen ersten Blick hilft mir Google-Trends. Ich suche nach dem Begriff Theologie. Wie erwartet, ist das kein Mega-Thema.

Keyword Theologie

Wie wenig das Thema im Focus der Suchanfragen steht, macht das Keyword-Tool
KWfinder deutlich. Das Ergebnis lautet schlicht: Das Schlüsselwort „Theologie“ wird einfach viel zu selten genutzt.

Ein anderes Tool ist Ubersuggest. Es ermutigt mich: „Das Keyword [Theologie] ist leicht zu ranken. Es hat eine 66% Chance, dass Du in den top 20 rankst. “

Das Tool Answer the Public zeigt mir zu Schlüsselworten Ergebnisse aus der Google-Suche, geordnet nach Präpositionen und Fragen. [ Ein ähnliches Tool ist Seorch ]

Theologie
Suchanfragen zum Schlüsselwort Theologie von https://answerthepublic.com

Dieses Tools vermitteln mir eine Vorstellung davon, in welchem Zusammenhang nach dem Begriff Theologie gesucht wird. Zum Beispiel nach Theologie und Studium, Was ist Theologie? und nach Fachbegriffen wie „Theologie der Hoffnung“ oder „Theologie der Befreiung„. Deutlich wird auch, dass das Schlagwort Alltag gar nicht in Beziehung zum Begriff Theologie erscheint. Habe ich also eine interessante Nische gefunden oder stehe ich einfach im Abseits des Interesses?

Die Hausaufgabe ist klar: Nach jenen Schlüsselworten und Suchbegriffen zu suchen, die Leser*innen in Bezug auf mein Anliegen „Theologie im Alltag“ bewegen und interessieren.

5. Die alltägliche Arbeit

Ich blogge, das heißt ich schreibe Artikel – in WordPress Beiträge genannt – lerne dabei und überarbeitet meine Texte. Dabei versuche ich weder Rom an einem Tag zu bauen noch meine kleine Welt des Blogs in sechs Tagen zu erschaffen. Tatsächlich finde ich es sehr tröstlich, dass ich Schritt für Schritt vorgehen kann. Jeder neue Beitrag ist ja eine neue Chance, etwas relevantes für Leser*innen zu schreiben.

Eine alte Weisheit zum Predigen kommt mir zugute: Das Dreieck zwischen Bibeltext – Hörer’Innen und Prediger beim bloggen also das Thema – die Leser’innen und mich selbst in Beziehung zu setzen. Ich übe, es gut zu machen und darüber zu reden, also andere bei vielen Gelegenheiten auf meinen Blog aufmerksam zu machen.

6. Die Haltung

Ich habe Spaß am Thema und ich achte darauf, beim Schreiben und bei der Arbeit an meinem Blog diesen Spaß zu behalten. Das heißt ich gönne mir Pausen und Fehler, Rückschläge und Neugierde.


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Es war ein Beamter aus Äthiopien. Er liest in einem Buch aus der Bibel. Und ein Christ mit Namen Philippus fragt ihn, ob er eigentlich versteht, was er da liest? Der Beamte antwortet: „Wie soll ich es verstehen, wenn mir niemand hilft?“ [Die Bibel: Apostelgeschichte 8]
Gute Frage – gute Antwort und nun? Die beiden teilen ein Stück Weg und reden miteinander, hören aufeinander und lernen voneinander. So soll es sein. Und so ist es auch mit dem Bloggen.

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