Von Rechenmaschinen zu Alltagsbegleitern
Hast du dich auch schon mal gefragt, wie das alles eigentlich angefangen hat? Wenn ich heute am Schreibtisch sitze und überlege, wie digitale Werkzeuge mir die Arbeit erleichtern können, komme ich mir manchmal vor wie bei der biblischen Geschichte von der Aussaat: Manches fällt auf fruchtbaren Boden, anderes versteht man erst einmal gar nicht. Die Geschichte der KI fällt aber nicht vom Himmel, sondern entspringt menschlichem Forschergeist.
Die Meilensteine – Woher wir kommen
Es begann viel früher, als wir meistens denken. Schon im 19. Jahrhundert erkannte Ada Lovelace, dass eine Rechenmaschine nicht nur Zahlen schubsen, sondern auch Musik oder Kunst erschaffen könnte. Sie war eine echte Visionärin.
Ein Jahrhundert später kam Alan Turing. Er fragte sich ganz direkt: „Können Maschinen denken?“ Und veröffentlicht 1950 dazu einen Artikel. Sein „Turing-Test“ ist bis heute ein Maßstab dafür, ob wir ein Gegenüber als intelligent wahrnehmen.
Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ wurde dann 1956, auf einer Konferenz am Dartmouth College von John McCarthy geprägt.
Douglas Adams schreibt 1979 den Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“. In dieser Geschichte wird der Supercomputer namens „Deep Thought“ gebaut, um die „Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ zu berechnen.
Nach 7,5 Millionen Jahren Rechenzeit gibt der Computer die Antwort: 42. (Aha! 🙂
Lange Zeit blieb KI mehr Fiction als Science, bis 1997 der echte Supercomputer Deep Blue den Schachweltmeister Garri Kasparow schlug. Das war ein echter Paukenschlag! Es zeigte uns: Maschinen können in logischen Nischen besser sein als Menschen.
Doch der eigentliche ‚Heureka-Moment‘ für unseren heutigen Alltag geschah fast unbemerkt im Jahr 2017. Forscher veröffentlichten ein Konzept namens ‚Transformer‘. Klingt nach Spielzeugauto, war aber eine Revolution: Diese Technik erlaubt es Computern, die Bedeutung von Wörtern im Zusammenhang zu verstehen – fast so, wie wir in einer Predigt nicht nur einzelne Worte hören, sondern den tieferen Sinn des Satzes erfassen. Das war der Turmbau zu Babel im positiven Sinne: Die Sprachbarriere zwischen Mensch und Maschine fiel endlich.
Und kennst du eigentlich Mira Murati, die zwischen 2018 und 2024 als technische Leiterin hinter ChatGPT steht? Sie verkörpert die moderne Ära, in der es nicht mehr nur um gewonnene Schachpartien geht, sondern darum, dass Technik unsere Sprache versteht und mit uns kommuniziert.
Der November-Knall – ChatGPT und die Folgen
Erinnerst du dich an den November 2022? Mit der Veröffentlichung von ChatGPT hat sich etwas grundlegend verändert. Es war, als hätte man plötzlich einen digitalen Assistenten, dem man einfach in normaler Sprache sagen kann, was man braucht.
Früher mussten wir komplizierte Befehle lernen oder uns durch starre Menüs klicken. Heute „unterhalten“ wir uns mit der Technik. Ich merke das an meinem eigenen Verhalten: Statt mühsam Google-Treffer zu sortieren, lasse ich mir komplexe Sachverhalte erklären oder nutze KI als Sparringspartner für meine Gedanken. Die Hemmschwelle ist gefallen. Die Technik ist aus dem Informatik-Labor direkt in unser Wohnzimmer gewandert. Das birgt Chancen und Risiken.
Ein Blick ins Jahr 2026
Wir schreiben nun das Jahr 2026. Die Aufregung der ersten Tage hat sich gelegt. KI ist kein mystisches Wunderwerk mehr, sondern ein Werkzeug, fast so selbstverständlich wie das Telefon oder der elektrische Strom. Aber es werden immer noch unrealistische Heilsversprechen oder Unheils-Prophetie dazu verbreitet.
Ich blicke positiv, aber wachsam in die Zukunft. Die Technik hilft uns heute, lästige Routineaufgaben zu erledigen, damit wir mehr Zeit für das Wesentliche haben: das Zwischenmenschliche, das Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Für mich ist das ein Gewinn an Lebensqualität – solange wir daran denken, dass die Maschine zwar rechnen, aber nicht „begeistert“ sein kann. Ich glaube, das bleibt uns Menschen vorbehalten.
Wörterbuch der KI
Ich habe auch einen Artikel geschrieben mit Erklärungen wichtiger Begriffe, um KI besser zu verstehen. Und das nächste Kapitel in meiner kleinen Reihe KI-Wissen ist:


