Misericordias Domini

Wir sind auf dem Weg von der Passionszeit und Ostern hin zu Pfingsten. Wir möchten gerne wieder zusammen Gottesdienst feiern, aber wir nehmen auch den Infektionsschutz ernst. Also suchen wir nach Wegen, Vertrautes zu pflegen und Neues zu wagen. Wir vertrauen auf die Kraft des Geistes, der uns seit Pfingsten immer wieder begeistert.

Die Predigt zu 1 Petrus 2 teile ich ausgedruckt als Lesepredigt, die an der Kirche ausgehängt, und als Audioversion hier zum Anhören – als eine Brücke zwischen analoger und digitaler Kommunikation des Evangeliums.

Die Musik hat Ingrid Stein an unser Liemer Orgel eingespielt.

Orgelmusik eg 561: Jesus unser Trost und Leben
Predigt am Sonntag Misericordias Domini zu 1 Petrus 2,21b–25 zum Anhören [8:50 Minuten]
Orgelmusik François Couperin Dialogue

PS: » Die Predigt als PDF zum Download

Kirchengemeinde leben …

… mit und nach Covid 19

Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wurden über den 19. April zunächst bis Anfang Mai verlängert, sollen aber schrittweise gelockert werden. Je länger je mehr sehnen wir uns nach Normalität und vermissen die vertrauten Rituale aus unserem Gemeindeleben. Wir ahnen aber auch, dass es kein einfaches zurück und weiter so wie früher geben kann.
Zunächst muss der Infektionsschutz aufrechterhalten bleiben und in all unsere Überlegungen zum Gemeindeleben eingebunden werden. Dazu müssen soziale und wirtschaftliche Nachwirkungen aufgearbeitet werden. Das bedeutet weitere Achsamkeit und Veränderungsbereitschaft für uns als Kirchengemeinde.
» Dazu ein paar erste Gedanken und Anregungen.

Osterweg in Lieme

Und heute möchte ich euch mitnehmen auf den Osterweg in Lieme, den wir im gebotenen Abstand gehen konnten. Auch so können wir Ostern gemeinsam nachzuspüren und die Osterfreude teilen.

Karfreitag 2020

Eine liturgische Andacht und Fürbitte aus der Kirche wird ergänzt durch einen Kreuzweg um die Kirche in Lieme für alle, die im gebotenen Abstand Impulse lesen, hören, beten wollen und ein Bild oder Stein an einer der sieben Kreuzwegstationen ablegen wollen,

Abendgruß am 7. April

Für diesen Abend hat uns unsere Organistin und Chorleiterin das Ave verum corpus von  Wolfgang Amadeus Mozart gesungen und aufgenommen.
Es ist eines der berührenden Stücke, von großer Ruhe und Tiefe, die uns an ein Geheimnis führen: In tiefer Not und Trauer kann uns zugleich Trost und Friede begegnen.

Der deutsche Text dazu ist von Peter Gerloff

„Gruß dir, Leib des Herrn, geboren
aus Marias reinem Schoß!
Heimzuführen, was verloren,
trugst du Kreuz und Todeslos.
Von der speerdurchbohrten Seite
flossen Blut und Wasser rot.
Sei uns Vorgeschmack im Streite,
Himmelskraft in Sterbensnot!“

Geschichten für Herz und Hirn

Waltraud Gomm ist ausgebildete und erfahrene Geschichtenerzählerin. Sie arbeitet in unserem Gottesdienstteam mit und erzählt regelmäßig im Gottesdienst anders eine Geschichte für die Geburtstagskinder. Und wir genießen das alle.

Auch in diesen besonderen Tagen tun gute Geschichten gut – um so mehr, wenn sie so echt erzählt werden. Das offene Ohr findet dann einen direkten Zugang zu unseren Herzen und unser Hirn bekommt gute Nervennahrung.

Also lehnen Sie sich entspannt zurück
oder beugen Sie sich aufmerksam vor –
und hören Sie einfach zu.

Die erste Geschichte hier heißt: Ich wünsche dir ausreichend.

Abendgruß am 2. April

Manchmal treibt mich innere Unruhe an und um.
Was hilft mir dann?

Eine kleine Andachtsliturgie gibt mir eine Form
und Worte, die mir helfen.
So halte ich inne und komme zur Ruhe.
Machen Sie mit?

Zoom und der Datenschutz

Ich habe heute (am 1. April) über Sicherheitsmängel bei Zoom in den Nachrichten gelesen: Tagesschau, Handelsblatt, Zeit aber auch beim „Datenschutz-Guru“ Stephan Hansen-Oest.
Was ist dran an den Bedenken?

Nach meinem Empfinden berichtet das Handelsblatt am ausgewogensten. Und Stephan Hansen-Oest ist Fachanwalt für IT-Recht in Flensburg und sagt: „Ich halte die Datenschutzhinweise von Zoom in der Form für DSGVO-konform“.

Was ich nach derzeitigem Stand weiß:

  • Wer sein Handy nutz, gibt viele und oft Daten z.B. an facebook – das ist nicht Zoom spezifisch.
    (Auf meinem webblog theoloog.de nutze ich z.B. deshalb spezielle SocialMediaButtons, die genau das verhindern. Und – ich nutze auch kein Whatsapp 🙂
  • Wer in Zoom einfach ein Meeting startet ohne Einlasskontrolle, der öffnet dem sogenannten Zoombombing selbst die Tür, das macht nicht Zoom. Wenn ich an meine Haustür draußen eine Klinke anbringe und nicht abschließe, bin ich selbst das Sicherheitsleck nicht der Türbauer oder der Schlosser.
    Das kann ich als Konferenzgeber einfach abstellen, indem ich zu der Meeting-ID auch ein Passwort vergebe (max 10 Zeichen), sowie die Warteraumfreigabe aktiviere (dann muss ich jeden einzelnen einlassen).
  • Wenn jetzt jemand aus den USA Klage beim FBI einreicht, muss ich schmunzeln. Und es ist doch so:, Wenn Zoom boomt – dann ärgert das Google Hangout und Google Duo, Microsoft mit Skype und whatsapp sowieso. Also wer profitiert von den Schlagzeilen?
  • Natürlich verarbeitet Zoom Metadaten (wer,, wann, wo, mit wem, mit welchem Geräte und wielange eine Konferenz führt) Das gibt aber auch ein verschlossener Brief als Daten preis. Problematisch wird das, wenn diese Daten wie im Zuckerberuniversum von allen likes, post, Bildern, Adressbüchern, Themen. … und alle miteinander verknüpft werden können.
  • Wer für die verschlüsselten Inhalte DSGVO-konform ausschließlich europäische Server nutzen will, nutzt für ein Zoomkonto den deutschen Anbieter connect4you mit einem AV-(Auftragsverarbeitungs) Vertrag.

Meine Schlussfolgerung: Ich bleibe bei Zoom und arbeite damit weiter.

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Theologische Einsicht

Was sieht Gott von mir – und wie geht Gott damit um?

Hagar sagt über Gott (Die Bibel: Gen 16,9): „Du bist ein Gott, der mich sieht,“ weil er sie gesehen hat. Abram, ihr Ehemann, hatte sich abgewandt und weggesehen, wie sehr sie von Sarai bedrängt wurde. Er hatte sie nicht geschützt. Und so flieht Hagar in die Wüste. Gott erscheint ihr dort. Aber nicht als Überwacher und Spion, sondern als einer, der hinsieht und Ansehen schenkt, ihr Mut macht und sie mit einer Verheißung segnet, die sich später erfüllen wird. Sie wird Stammmutter der Ismaeliten.