Das Glauben Christ*innen

Ich habe hier eine kleine Liste mit grundlegenden Inhalten begonnen, was Christ*innen glauben, und versuche alltagstaugliche Worte dafür zu finden, Bilder und Liedtexte.

Gott

Woher kommt das Leben und wozu gibt es diese Welt? Christ*innen glauben, da wirkt eine Liebe in aller Wirklichkeit und nennen sie Gott. Das große Universum und unser kleiner Planet sind kein Zufall, sondern von dieser Liebe gewollt – und du und ich ebenso.

Ok, Gott das ist ein großes Wort. Missverständlich und auch missbraucht, aber das ist mit anderen großen Worten auch so, wie Hoffnung, Frieden, Gerechtigkeit. Das hält mich nicht ab, sie auszusprechen, ihren guten Sinn ins Gespräch zu bringen.

Die Physiker können viele naturwissenschaftliche Details beschreiben, wie die Welt entstanden ist, aber warum gibt es mich? Ich lese den Schöpfungsbericht und höre: Ich bin gewollt!

Ich bin gewollt kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur…

Glück

Wie werden wir glücklich und erfüllt sich unser Leben? Christ*innen glauben, Jesus Christus ist Vorbild und Inspiration für ein erfülltes Leben.

Ich lese zum Beispiel die Seligpreisungen und erinnere mich wieder daran, worauf es im Leben ankommt.

Unser Leben sei ein Fest.

Trost

Wir alle sind sterblich. Christ*innen glauben, Jesus Christus ist unser Trost im Sterben und unsere Hoffnung zum Leben über den Tod des Körpers hinaus.

Viele sagen, es ist ja noch keiner zurück gekommen, dann sage ich: Doch, einer! Jesus weiß, wie’s im Leben so läuft. Jesus weiß auch, wie es ist, zu sterben. Wir kennen uns, das ist gut. Er ist bei mir, wenn ich sterbe, er ist für mich da und das neue Leben.

Meine Hoffnung und meine Stärke …

Glaube

Manche verwechseln Glauben mit Unwissenheit, Spekulation und naivem Optimismus. Christ*innen wissen, Glaube ist eine lebenspraktische Weisheit. Der Glaube ist wie ein Segel, mit dem wir die Energie Gottes im Alltag und den Festzeiten des Lebens nutzen.

Besuch mich in der Erlebnisausstellung Credoweg. Da kann ich dir backstage zeigen, was das Wort Glauben überhaupt meint und worum es dabei geht.

… Und zieht dort weite Kreise….

Beten

Manche tun es morgens oder abends, vorm oder nach dem Essen, im Gottesdienst oder Zuhause, wenn sie glücklich sind oder Angst haben, alleine und still, gemeinsam und mit geprägten Worten … Jedenfalls

Beten hilft.

So einfach ist das. Darum tue ich es und sammle Erfahrungen damit. Hast du es schon probiert?

Beten ist …

Kirche

Viele finden die Institution Kirche überflüssig oder lehnen sie ab. Für Mitglieder ist sie der andauernde Versuch, der Liebe Gottes eine sichtbare und wirksame Struktur in unserer Gesellschaft zu geben.

Klar kann man für eine Atlantinküberquerung auch im Neoprenanzug losschwimmen, aber so ein Schiff hat eben was.

Ein Schiff das sich Gemeinde nennt…

Gemeinschaft

Unsere westliche Gesellschaft betont das Individuum. (Weil aber Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis ist, sollen dann Marken Identität stiften und Normen verbinden. ) Christliche Gemeinschaft bejaht die bunte Vielfalt individueller Menschen und sieht sie im Geist Jesu verbunden.

Manche erleben es auf einem Festival, andere in der Südkurve und für viele ist es die Familie. Kirchengemeinde ist so ein Ort, wo du Du sein kannst und zugleich Teil eines Größeren – als weißes und schwarzes Schaaf, mit und ohne Hobby, dick oder dünn, jung oder alt, arm oder reich … ganz einfach Mensch, so wie Jesus und viel mehr als nur ein Mensch, eben so wie Jesus.

Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind,
da ist Jesus mitten unter ihnen.

Und…

Natürlich gibt es da noch viele weitere Fragen und Antworten über die Christ*innen nachgedacht haben. Wie zeigt sich Gott dir und mir oder doch nicht? Warum reden wir von Gott nur in Vergleichen? Wieso gibt es Leid und Unrecht? Warum können wir etwas Gutes tun? Wie gehen wir mit Scheitern und Schuld um? Weshalb ist uns die Bibel so wichtig? Wieso sind christliche Feiertage ein Geschenk für alle und Tanzen am Karfreitag ein Tabu?

Viele Fragen und Antworten teilen wir mit unseren jüdischen Geschwistern unserer Mutterreligion. Über noch mehr streiten wir uns seit es Menschen gibt und selbst in christlichen Konfessionen. (Ich finde ja, das spricht für uns, denn was wäre die Bundesliga ohne die Vielfalt und den Wettstreit von Dortmund, Bayern, dem HSV und deinem Lieblingsverein?)

Und du?

Welche Fragen sind für dich relevant? Welche Antworten haben dich überzeugt? Wie und wann und mit wem kannst du darüber reden? Welche Liedtexte und Melodien, Geschichten und Weisheiten hast du schon in das Schatzkästchen für deine Seele gesammelt?

Eine Antwort auf „Das Glauben Christ*innen“

  1. Für mich ist die zentrale Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Und durch die Rituale, Lieder und Texte in den Gottesdiensten höre und spüre ich, dass es so ist. Dass nach dem Tod nicht eine große Leere kommt. Damit ist mir meine tiefste existentielle Angst genommen.
    Aber manchmal zweifle ich doch. Manchmal kann ich es doch nicht glauben. Wenn es mir nicht gut geht. Dann ist es gut, in einer Kirche auf Menschen zu treffen, die auf das große Leben danach bauen und mich an dieser Hoffnung teilhaben lassen. Darum brauche ich Gottesdienst und Kirche. Immer wieder. Weil ich es allein nicht hinbekomme, dranzubleiben am Glauben. Und auch weil ich dort erfahre, dass es anderen wie mir geht.

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